Masterthesis von Katharina Braun – 2017

„Ein subjektives Erleben (in der Architektur) ist notwendig, um der Rehabilitation positiv beizusteuern.“

Die Architektur soll als Begleiter in den Heilungsphasen der Rehabilitations-Patienten dienen und Einfluss auf den Gemütszustand haben. Durch Atmosphären, Licht & Material, Öffnungen & Schließungen, aber vor allem durch die Wege, die beschritten werden müssen. 

Rehabilitanden, die diese orthopädische Einrichtung aufsuchen, werden dazu aufgefordert neben dem körperlichen Heilungsprozess auch den geistigen voranzutreiben. Dazu soll ihnen die Architektur behilflich sein. In erster Linie geht es darum ehemalige Fähigkeiten wieder zu erhalten, wie zum Beispiel das Laufen, Treppen steigen und andere Funktionen des Bewegungsapparates. Dazu bieten die Räumlichkeiten und Therapeuten die nötige Unterstützung. Der Gebäudekomplex hingegen arbeitet mit den Wegen, die der Patient durchschreiten muss. Dabei ist er meist in Gedanken über seine befindliche Situation. Um diese Gedanken in eine positive Richtung zu lenken bedarf es an Atmosphäre, Raumsituation und Blickwinkel.

So weist das Gebäude mehrere unterschiedliche Fensteröffnungen in verschiedenen Höhen auf, um mehrere Perspektiven wahrzunehmen. Dabei erhascht der Rehabilitand mal einen Blick in den Garten im Innenhof, sieht über die Skyline von Frankfurt am Main, passiert helle Gänge und Tunnel, um dann im Bewegungsbad den Himmel über dem Wasser zu erblicken.

Das Rehabilitationszentrum ist sehr offen und übersichtlich, sodass man sich nicht wie in einer abgeschirmten Einrichtung fühlt. Dieses Rehabilitationszentrum soll eine leitende Architektur darstellen und den Patienten Licht am Ende des Tunnels und die Welt aus anderen Blickwinkeln zeigen.